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Hello there,
it's been quite a while since I last updated this blog and left a few lines, well today's the day. What's the occasion? Yesterday evening I came across a video on YouTube that grabbed my attention and just fascinated me in a way that no YouTube Video has before. Why? Well, this one was different. Special. Something else.

Todd Bieber, a young guy from New York, a filmmaker came across a little film box in a big park in New York last winter after the big Blizzard. As any normal person would do, he put it on a fence so that someone could find it, when looking for it and then he turned away and moved on. But what he then did was something, that not many people would have done. He took the film, developed it, found beautiful pictures, made an amazing YouTube Video of it and set out on a mission: to find the owner of the photos and the film.



In a time, where the world was supposed to end this month (it's now rescheduled for October, so don't worry), where the greek debt crisis is about to turn the stock markets upside down, where everyone is talking about the scandals of maybe-ex-future-french-presidents, where Japan is facing one of the worst natural and man-made catastrophes of our time... everyone is involved. With desasters and themselves. But who would care to invest so much time and energy to do something that has absolutely no measurable value for themselves, except it being "doing something good for someone else". It happens so rarely, so rarely in fact that I didn't quite believe it was possible. But apparently.. it is. And that, I must say, makes me happy and actually made me smile.

The world is bad, but there still is some good out there.

If you're in the mood to let something make you smile for a moment, watch Todd Bieber's video (and don't forget to watch part 2 and part 3 as well)



And yes, 1.7 Million viewers later, a few television interviews and lots of media attention, this young guy actually made it. He found the owner, travelled to Europe and personally handed over this little piece, that represents not only cool photos and a nice trip, but a lot more.


Cheers & enjoy,
Tim
 
Hi everyone,
just a quick update - I'm safely back home since last week monday, so I already had plenty of time to settle back in. I'm back at work and busy as always. Life just doesn't take a break ;)

So here's just a really short video that quickly sums up what life's all about. Don't be an idiot ;)



I hope everyone is well, especially all of you with the flooding around you in Australia. Be safe & stay happy.

Cheers,
Tim
 
Frohes neues Jahr aus Sydney :)
Ja mensch, da ist 2010 plötzlich schon rum und damit auch mein Australienaufenthalt fast vorbei. Morgen geht's schon los, ab nach Haus. Kaum zu glauben wie schnell die Zeit auf einmal vergangen ist. Eben ist doch erst alles losgegangen.

Nun aber mal zum Wichtigen: New Year's Eve in Sydney. Ein Mythos. Ein Erlebnis. Eine Faszination. Ein magischer Moment. Begonnen hat alles um 6.50 Uhr morgens, Ortszeit, Sydney. Mein Wecker holt mich aus dem Bett und schickt mich unter die Dusche, so dass ich pünktlich um 8 Uhr am Martins Place bin um Anika, Alexi & Emily zu treffen. Gesagt, getan. Ich dachte ich wäre einer der ersten und einer der verrücktesten. Nein, ich war nicht allein im Bad und auch nicht auf der Straße. Überall waren schon vereinzelt Leute unterwegs, die ganz eindeutig ähnlichches vorhatten, wie ich. Bepackt mit allem was man braucht: Kamera, Essen, Trinken & einem großen Handtuch + Regenschirm (der in diesem Fall eher als Sonnenschirm dient) ging es also los. Nachdem ich die anderen getroffen hatte machten wir uns auf den Weg zur Art Gallery Road, der einzige Eingang, der geöffnet werden würde in die Botanic Gardens, um zu Mrs Maquiries Point zu kommen, dem Vantage Point schlechthin, um das Feuerwerk (wohlgemerkt um 24 Uhr, also rund 16 Stunden entfernt) zu betrachten. Angekommen am Eingang tat sich schon eine gewaltige Schlange auf. Man oh man. Reiht man sich da jetzt irgendwo ein? Ein Sicherheitsbeamter half uns da schnell weiter und zeigte mit seinem Finger die Straße runter. "You have to go to the end of the line". Klar, also los. Wir also die Schlange entlang gelaufen. Die führte inzwischen schon vorbei am Art Gallery Museum, die komplette Art Gallery Road hinunter.. und dann machte sie einen Bogen über einen Hügel, durch einen kleinen Park, runter auf eine Wiese. Mehr konnten wir noch nicht sehen. Also sind wir weiter, runter die Wiese. Und kaum waren wir an dem Gipfel von dem Hügel angekommen, konnten wir das ganze Ausmaß auch schon sehen. Wow. Was für eine Schlange. In mehreren Zick-Zack-Schlangenlinien reihte sich die Schlange dort unten auf dem Grün schon in der prallen Sonne. Wir also fix runter den Hügel und eingereiht. Erste Gefühle machten sich breit: "Ob wir da wohl reinkommen?" Die maximale Kapazität waren 20.000 Leute. Es fühlte sich definitiv mehr an, waren aber wohl realistisch gesehen so rund 5.000 Leute, die vor uns standen. Wenn man die einmal komplett abgelaufen ist, machen die aber doch ein deutlich größeren Eindruck. Nachdem wir uns den Platz gesichert hatten standen wir dann da also. In praller Sonne. Bei aufkommenden 30° C mit blauem Himmel. Was eine Hitze. Die Leute hielten alle ihre Regenschirm in die Luft, versuchten sich ein bisschen Schatten zu spenden. Eine Stunde lang bewegte sich gar nichts. Jedenfalls nicht in der Schlange vor uns. Dafür baute sich die Schlange hinter uns immer weiter auf. Eine Schlangenlinie nach der anderen wurde es mehr. Mehr und mehr und immer noch mehr. Bis wir uns das erste Mal bewegten war es ca. 9.30 Uhr und die Schlange hatte inzwischen schon den Berg wieder hinauf gefunden. Wer sich da jetzt noch einreihte musste echt einen Knall haben. Die Schlange war einfach so unfassbar lang.
Um 12 Uhr, also rund 3 1/2 Stunden nachdem wir uns eingereiht hatten erreichten wir das Kontrollzelt, wo ein kurzer Blick in unsere Taschen geworfen wurde und dann waren wir drin. In den Botanik Gardens. Wir hatten es geschafft. Zu dem Zeitpunkt war die Schlange übrigens noch deutlich länger geworden und webte sich in noch mehr Schlangenlinien auf dem Hügel, 500 Meter hinter uns irgendwo um die Ecke. Ich bin in meinem ganzen Leben noch nicht in einer solchen Schlange gewesen - man oh man. Ein Superlativ.
In den Botanik Gardens angekommen tat sich ein riesiges Volksfest auf. Überall waren Buden, Getränkeverkäufer, Stuhlverleiher, Toilettenhäuschen und alles was dazu gehört. Und natürlich nicht zu vergessen: unglaublich viele Leute. Es war zu dem Zeitpunkt schon brachial voll. Wir steuerten trotz all der Massen ganz nach vorne, an die Spitze der Landzunge. Und dort tat sich ein kleiner abgesperrter Bereich auf, wo nur sehr wenige Leute (im Vergleich) drinne waren. "Non-Alcoholic Zone" hieß das. 30 Grad und den ganzen Tag in der Sonne? Wir wollten eh keinen Alkohol trinken. Wir also zu dem Eingang. Der Security-Mann grummelte "You nee a wrist-band". Ein rot-weiß gestreiftes Armband. Mist. Aber er zeigte auf den Tisch neben sich, wo sein Kollege Armbändchen verteilte. Keine zwei Sekunden später hatte ich mein Armband um. Wir waren drin. Dieses kleine winzige Detail an diesem Tag, sollte sich als der größte Glückstreffer rausstellen, den wir landen konnten. Den es stellte sich heraus, dass diese Armbänder für diesen abgesperrten Bereich streng limitiert waren und so nur eine geringe Anzahl an Leuten in diesen Bereich durften. Wir drastisch der Unterschied am Ende war könnt ihr auf ein paar meiner Fotos sehen. In den Bereichen rund um uns herum stapelten sich die Leute förmlich auf einander, saßen dicht an dicht, die meisten von denen hatten den ganzen Tag lang nicht genügend Platz um mal die Beine auszustrecken und sich hinzulegen. Wir dagegen hatten grandios viel Platz und konnte alle bequem auf unseren Decken und Handtüchern liegen, in Ruhe schlafen und da wir Platz unter einem riesigen Baum gefunden hatten, das sogar die meiste Zeit des Tages im angenehmen kühlenden Schatten. Perfekt. Die Sicht war sehr gut, abgesehen von den paar Bäumen die uns die Sicht ein klein wenig behinderten. Aber das musste man eben in Kauf nehmen, dafür dass man tagsüber Schatten hatte. Das habe ich gern getan.
Dann hieß es warten. Von 12 bis 24 Uhr. 12 lange Stunden. Die meisten davon habe ich versucht zu schlafen, am Ende ein bisschen Musik gehört. Unglaublich wie lang so ein Tag sein kann. Aber es ging dann noch recht flott rum. Gegen 19 Uhr begann das Spektakel damit, dass ein Feuerschiff Wasser versprühte und wie man sagt, die bösen Geister zu vertreiben. Um 21 Uhr gab es das "Kinder-Feuerwerk" über dem Opernhaus und der City. Das war 8 Minuten lang und das zweitbeste Feuerwerk, was ich je gesehen habe. Ziemlich gigantisch und so überhaupt nicht "kinder-mäßig", sondern ziemlich ausgewachsen.
Danach gab es die große beleuchtete Schiffsparade, wo dutzende der Schiffe mit beleuchteten Mustern auf den Schiffen den Hafen auf und ab gefahren sind. Sehr sehenswert.
Um 24 Uhr war es dann soweit. Das gigantischste Feuerwerk, was ich je bisher gesehen habe nahm seinen Lauf. 12 Minuten, die so gewaltig waren, dass es schwer fällt es zu beschreiben. Über dem Opernhaus, der Harbourbridge, mehreren Booten im ganzen Hafen verteilt und 7 Wolkenkratzern in der City stieg ein gigantisches, aber perfekt harmonisiertes und choreographiertes Feuerwerk empor.
Und Sydney ist wohl eine der wenigen Städte, wo es so abläuft, aber hier war es so: man war erstmal 12 Minuten von diesem gewaltigen Feuerwerk in seinen Bann gezogen und dann wünschte man sich anschließend ein frohes neues Jahr. Es war riesig. Meine Fotos sind leider nicht übermäßig gut geworden und können deshalb nur schwer dem Ausdruck verleihen, wie es wirklich war. Aber glaubt mir einfach, es war gigantisch.
Tja und dann fragt man sich.. 16 Stunden Schlangestehen, Warten, in der Sonne sitzen… alles für diese 12 Minuten.. ist es das wert?
Ich weiß es nicht. Aber ich hätte mich geärgert, wenn ich es nicht gemacht hätte. Ich war einmal hier zu Silvester und das ist wohl eine Once-In-A-Lifetime-Experience. Die muss man nutzen und das habe ich getan :)
Großartiger, extrem langer Tag!

Happy New Year!



Um das neue Jahr vernünftig einzuleiten war ich dann heute gleich als erstes (entspannt nachmittags um 14 Uhr) mit den Engländern von meinem Zimmer zusammen Essen in The Rocks und habe mir eine leckere Kangaroo Pizza gegönnt. Ein guter Weg um das neue Jahr zu beginnen, wie ich finde :) Auf dem Fotos sind übrigens 2 von Ihnen zu sehen, Aaron & Tom.

Ich hoffe ihr hatten ein ähnlich coolen Start in das neue Jahr! Ich wünsche euch allen für 2011 nur das Beste und mögen all die Dinge in Erfüllung gehen, die ihr euch so vorgenommen habt. Für mich persönlich stehen einige großen Dinge an im nächsten Jahr und ich freue mich schon, wenn ich euch das alles meistern werde. 2010 war ein abwechslungsreiches, interessantes, spannendes, unterhaltsames, lehrreiches, abenteuerliches, aufregendes, trauriges, wie witziges & vor allem extrem vollgepacktes Jahr. Vielen Dank an all diejenigen, die mir geholfen haben ein paar meiner Wünsche & Träume in die Tat umzusetzen. Manches hätte ich ohne die Hilfe von einigen von euch nicht geschafft, ein paar Menschen insbesondere. Ihr hofft, ihr wisst, dass ihr gemeint seid ;) Vielen Dank für alle!


Auf ein frohes neues Jahr 2011!

Ach übrigens: morgen fliege ich nach Hause :)
euer Tim
 
Hallo zusammen,
ja auch von mir noch mal ein kleines Lebenszeichen aus Sydney. In den letzten Tagen ist nicht so arg viel Spannendes passiert bei mir, deshalb gab es auch keinen Blogeintrag. Ich habe einfach mal die freie Zeit ein wenig genutzt und nur ganz wenig getan, vor allem viel gelesen und sofern die Sonne schien das gute Wetter hier ausgenutzt. Zwei Tage hat es ein wenig geregnet, aber das war auch nicht allzu schlimm.

Heute ist bei mir irgendwie der Tag der außergewöhnlichen Begegnungen. Ich war kaum 2 Stunden aus dem Bett, da hab ich schon 3 sehr merkwürdige Begegnungen gehabt.

Die erste war heute morgen im Bad hier in den shared facilites des Hostels. Ich war doch reichlich verwundert, als die zwei jungen arabischen Herren in beiden Duschkabinen neben mir auf einmal anfingen zu singen und dann auch nicht mehr aufhörten. Nun gut, etwas merkwürdig irgendwie. Zumindest hat es mich daran erinnert, dass ich nur noch 3 weitere Nächte das gemeinschaftliche Leben hier im Hostel genießen darf/muss, bis es für mich ja wieder nach Hause geht und ich wieder ein Bad & Zimmer für mich alleine in Anspruch nehmen darf.

Die zweite Begegnung der ungewöhnlichen Art hatte ich als ich mich vom Hyde Park, wo ich gefrühstückt habe, auf den Rückweg zum Hostel gemacht habe. Der Hyde Park hier in der Stadt ist durch eine größere Straße in der Mitte in zwei Teile geteilt und über diese Straße führt eine große Fußgängerampel. Nun einige von euch wissen vielleicht, dass es in einigen asiatischen Ländern als Schönheitsideal gilt, dass man weiße Haut hat, also nicht sonnengebräunt ist. Einige asiatische Damen nehmen dieses Schönheitsideal als derart wichtig an, dass sie hier in Australien nie das Haus ohne Sonnenschirm, Hut und so etwas seltsam anmutende Darth-Vader-mäßige Sonnenschirme vor dem Gesicht verlassen. Der Anblick dieser Dinger hat mich schon so einige Male amüsiert. Was ich heute beobachtet habe, stellt aber all das in den Schatten. Auf beiden Seiten des Hyde Parks gibt es eine große Allee, die von riesigen Bäumen gesäumt ist, die reichlich Schatten spenden, ideal also für die etwas sonnen-abgewandten Asiatinnen. Heute ist das Wetter hier hervorragend: blauer Himmel und 28 Grad mit unendlich viel Sonnenschein.
Kennt ihr das, wenn es regnet, dass man an Ampeln lieber noch ein Stück weiter weg stehen bleibt unter einem Häuserdach, damit man nicht so nass wird? Und, wenn es dann grün wird, läuft man schnell los, um möglichst schnell über die Ampel auf die andere Seite unters Dach ins trockene zu kommen. Alt bekanntes Vorgehensmuster oder? Nun dieses Vorgehensmuster hat ein asiatisches Ehepaar heute morgen unter meiner sehr interessierten Beobachtung am Hyde Park in etwas abgewandelter Form angewendet. Die haben am oberen Treppenrand im Schatten auf der einen Seite im Schatten gewartet, um dann blitzschnell inklusive Regenschirm (in diesem Falle eher Sonnenschirm) über dem Kopf so schnell wie möglich über die Straße zu laufen und auf die andere Seite des Hyde Parks in den rettenden Schatten zu kommen, um bloß nicht auch nur einen Sonnenstrahl zu viel abzubekommen. Ich war so perplex, ich bin wirklich stehen geblieben und habe mir das ganze Spektakel bis zum Schluss mit angeguckt. Wirklich interessant - dieses anderen Kulturen. Das muss man mal gesehen haben. (Ich stand währenddessen übrigens die ganze Zeit nicht im Schatten, das heißt dem glühenden Strahl der bösen Sonne ausgesetzt. Ups.)

Die letzte besondere Begegnung war kaum 5 Minuten später. Auf meinem Rückweg zum Hostel musste ich über die riesige Kreuzung vor dem Queen Victoria Building. Ich war ca. auf der Mitte der Kreuzung als ich neben mir einen älteren Herren (er hatte deutlich gegraute Haare, war also definitiv schon einige Jahre älter als ich) bemerkte. Was ist so besonders daran? Nun, zum einen trug er einen knallgrünen Kapuzenpullover, was nicht so ganz in seine Generation zu passen schien. Zum anderen hatte er Ohrstöpsel in seinen Ohren und hörte offenbar Musik. Was mich an dem ganzen aber so fasziniert hat, war, dass er mitten auf der Kreuzung auf einmal anfing vor sich hin zu rappen. Ich war so erschrocken, dass ich ihn ganz verwundert angestarrt habe und dann beinahe mit einer entgegenkommenden Person zusammengestoßen wäre.

Wirklich interessant, was man hier so für Leute trifft.

Gestern Abend hab ich mich auf den Weg gemacht und mal ein paar Sonnenuntergangsfotos von der anderen Seite der Stadt gemacht. Ich hatte noch nicht so viel Zeit die Fotos richtig zu bearbeiten und zu sortieren, aber hier sind schon mal 2 Fotos, die halbwegs fertig sind. Nur das Foto von der Brücke hat noch reichlich Fehler am unten Ende des Sonnenuntergangs, aber ich hoffe da mögt ihr mal drüber hinwegsehen. Das Panorama ist hingegen sehr gelungen, wie ich finde.





Im Anschluss an die Fototour habe ich dann einen ganzen Haufen an Leuten von der Bond wiedergetroffen und wir sind zusammen ins Max Brenner gegangen. Das ist eine Kette von Chocolate Bars, die es überall hier in Australien gibt. Gestern war ich zum ersten Mal dort und mir hat es sehr gefallen. Man kann dort alles mögliche mit Schokolade essen, unter anderem Schoko-Fondue & Co. Ich hatte einen kleinen Schokoladenpott mit frischen Erdbeeren -> sehr lecker :)



Morgen steht nun schon Silvester an. Das wird ein echtes Spektakel. Überall in der Stadt werden schon Vorbereitungen getroffen und überall wird alles mögliche aufgebaut. Mehr zu dem ganzen dann wahrscheinlich erst an Neujahr. Morgen verbringe ich wahrscheinlich den ganzen Tag in einem Park mit den anderen, um uns einen Platz zu sichern für das Feuerwerk am Abend. Silvester ist hier eine Ganztagsveranstaltung und beginnt morgens kurz nach dem Frühstück.

Bis dahin - feiert morgen schön ins neue Jahr & lasst es ordentlich krachen,
Tim
 
Hallo zusammen,
kaum zu glauben - nun hab ich nur noch 7 Tage hier in Australien, eben waren es noch 4 Monate. Der 2. Weihnachtstag oder Boxing Day, wie er hier genannt wird, war auch wieder recht ereignisreich und ganz und gar nicht gemütlich und entspannend, so wie ich es normalerweise von zu Hause gewohnt bin. Pünktlich um 7.45 Uhr wurde ich vom Wecker aus dem viel zu kurzen Schlaf geholt. Um 9.15 Uhr sollte ich schon am Circular Quay sein. Von dort haben wir uns nämlich mit der Fähre Richtung Watsons Bay aufgemacht, das ist die südliche Landzunge, die die Hafeneinfahrt in den grandiosen Naturhafen von Sydney bildet. Dort sind wir über einen Touristenpfad bis nach vorn an die Spitze gelaufen und haben uns dort oben auf den Felsen begeben. Das alles bei recht relativ warmen Wetter, aber leider auch den ganzen Vormittag immer wieder von Schauern begleitet. Gepaart mit recht starkem Wind hat es das Ganze zeitweise durchaus unangenehm gemacht. Aber es gab ja eine Mission zu erfüllen und da wollten wir uns von dem Wetter nicht abschrecken lassen. Wir waren jedoch nicht die Einzigen, die diese Idee hatten, sondern noch jede Menge anderer Leute. Jede Menge Tourist und ein ganzer Haufen an Sydney-Sidern. Es war richtig voll. Eben eines dieser großer Massen-Events hier in Sydney.
Was haben wir da gemacht? Das, was man als Sydney-Sider am Boxing Day (abgesehen von Shopping - ja heute waren plötzlich alle Geschäfte wieder offen und die Leuten haben wie blöde geshoppt) so macht -> den Start des Sydney to Hobart Yacht Race angucken und den rund 90 Segelbooten zusehen, wie sie ihre Regatta beginnen und sich durch die Hafeneinfahrt aufmachen in Richtung Tasmanien, wo das Rennen nach glaube ich rund 600 Seemeilen oder so dann in Hobart zu Ende geht. Ein echtes Spektakel, das sowohl zu Land als auch zu Land Tausende Besucher anzieht. Recht witzig war, dass bei dem starken Wind das ganze Spektakel dann recht schnell vorüber war.. denn die Boote waren dadurch wirklich schnell. Kaum 15 Minuten hat alles gedauert und dann waren die Boote schon aus unserer Reich- und Sichtweite verschwunden ;) Trotzdem wirklich eindrucksvoll.

Zurück in der Stadt hatte das Wetter dann wieder umgeschlagen und es war wieder gewohnt heiß & sonnig und die Stadt war brechend voll. Offenbar schien heut komplett Sydney + alle Touristen auf den Beinen zu sein und die hatten alle 2 Ziele: das Yacht Race und danach die Innenstadt. Dummerweise liegt die Innenstadt natürlich genau auf meinem Weg zurück zum Hostel und so habe ich auf dem Rückweg mal die ganzen Massen zu spüren bekommen. Mir scheint, als sei komplett Tokio zurzeit hier in Sydney auf Urlaub. Jedenfalls sind überall Japaner unterwegs. Und die, die nicht Japaner sind, sind Inder. Der Rest mischt sich aus ein paar anderen Asiaten und ein wenig Deutschen. Amerikaner und Briten findet man auch vereinzelt.. und dann ganz selten sind auch mal echte Aussies dazwischen. Der Wahnsinn, was hier im Moment abgeht in der Stadt. Es ist einfach voll. Richtig richtig voll. Überall muss man anstehen. Dauernd wird man umgerempelt. Überall sind Massen von Leuten. Ich habe das Gefühl das Ganze wird sich in den nächsten Tagen noch etwas verschlimmern, wenn es näher Richtung Silvester geht. Dann wird hier in der Stadt glaube ich die Hölle los sein. Da werde ich bestimmt froh sein, wenn ich den Massen hier am 2. Januar dann entfliehen kann und mich zurück auf den Heimweg machen werde. Für ein paar Tage ist es ja mal ok, aber so langsam gehen mir all die vielen Leute hier ein bisschen auf den Keks.
So sehr ich diese Stadt liebe… aber diese hundertausenden Tourist derzeit trüben das "Erlebnis Sydney" doch wirklich ein wenig. Ich mag es lieber, wenn es hier nicht so voll ist.

Hier mal ein paar Foto-Eindrücke vom Sydney to Hobart Race Start heute:



Ich hoffe ihr zu Hause habt alle einen erholsamen 2. Weihnachtstag und genießt die freie Zeit mit Familie & Freunden. Wirklich beneiden tue ich euch alle im Moment, dass ihr all dieses leckere Essen bekommt, während ich hier von Fast Food und kleineren Snacks von Woolworth lebe.

liebe Grüße aus dem vollen Sydney,
Tim
 
Fröhliche Weihnachten :)
Noch einmal. So genau kann ich dieses Jahr nicht definieren, wann bei mir Weihnachten stattfindet. Ob es überhaupt stattfindet. Heiligabend findet hier in Sydney so gut wie nicht statt. Das einzig richtig weihnachtliche am Heiligabend waren die "Christmas Celebrations" in Darling Harbour gestern Abend, die mit einem sehr netten kleinen Feuerwerk gekrönt wurden. Das haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen. So wie auch sehr viele andere Sydney-Sider und jede Menge Tourist. Es war richtig voll. Aber was kann man auch Besseres tun nach so einem super sonnigen Heiligabend?

Merkwürdig, ja das war es. Sonnig. Warm. Ein Touri-Tag. Wir haben das Beste draus gemacht. Mit Annika zusammen und 2 Freunden von ihr sind wir den ganzen Tag durch die Staat gezogen und ich hab Ihnen ein paar von den wichtigsten Dingen in Sydney gezeigt. Am Nachmittag haben wir es uns noch richtig gut gehen lassen mit einer Eisschokolade und einem leckeren Sandwich im Gulyian Café in The Rocks. Am Abend dann das Feuerwerk in Darling Harbour und als krönenden Abschluss dieses vollkommen anderen Heiligabend haben wir uns dann noch aufgemacht an meinen absoluten Lieblingsort in dieser faszinierenden Stadt - die Orbit Bar am Australia Saure. High up above - ganz oben im 47. Stock dieses runden Gebäudes ist eine der besten Bars (und auf der anderen Hälfte Restaurants), die ich kenne. Die Bar dreht sich und es dauert ca. 45 Minuten bis man eine volle Umdrehung durchlebt hat. Der Ausblick ist einfach fantastisch. Sydney's nächtliche Skyline zeigt sich dort oben von der allerbesten Seite. Das Opera House, die Harbour Bridge, alle wichtigen Wahrzeichen sind herrlich zu sehen in ihrer vollen beleuchteten Pracht. Bei 2 vorzüglichen Gläsern Weißwein war das ein echter Genuss und ein wirklich angemessener Ersatz für die familiären Feierlichkeiten, die ich ja dieses Jahr zu Hause leider verpasse. Das typische Weihnachtsessen und vor allem natürlich meine Familie haben mir doch schon reichlich gefehlt.

Ganz verpassen möchte ich all das aber nicht und so bin ich noch zu später Stunde wach. Für 2 Uhr nachts, 16 Uhr deutscher Zeit habe ich mich zum Skypen verabredet. Beim Geschenkeauspacken möchte ich doch gerne wirklich gerne "live" dabei sein und dafür verzichte ich auch gern ausnahmsweise mal auf ein bisschen meines Schlafes. Bis dahin muss ich mich nur noch ein ganz klein wenig wachhalten und da kommt mir das Schreiben dieses Eintrags gerade recht. Ich bin schon gespannt, wie meine seit einer Weile vorbereiteten und auf den Weg gebrachten Geschenke ankommen bei den Empfängern. Ich hoffe doch mindestens genauso gut, als wäre ich persönlich vor Ort. Gerade an einem solchen Tag freue ich mich natürlich besonders, dass es nun kaum noch 1 1/2 Wochen sind, bis ich wieder alles live miterleben kann zu Hause. Nur das angenehme Wetter würde ich gern in den Koffer packen und mitnehmen.

Wie gesagt, ist es etwas schwer zu definieren, wann Weihnachten hier bei mir stattfindet. Was war oder ist Weihnachten? Das Feuerwerk heut Abend? Die leckere Schokolade am super sonnigen Nachmittag? Das nächtliche Skype-Gespräch? Oder schließe ich mich meinem englischen Zimmer-Mitbewohnern an, denen der heutige Tag vollkommen egal war und die Weihnachten erst morgen am "Christmas Day" feiern? Oder verlege ich es morgen an den Strand in Manly? Hat es überhaupt stattgefunden dieses Jahr? Der weihnachtlichste Moment bei mir war wohl der Moment, wo ich mir meine extremst coole Weihnachtsmütze bei dem Straßenhändler in der George Street erworben habe. Sicherlich zu einem zu teuren Preis, aber der Gute soll ja auch ein schönes Weihnachten haben.

In diesem Sinne, wünsche ich euch (schon etwas schlafgetrübt) noch einmal besonders fröhliche Weihnachten und hoffe ihr habt ganz wundervolle Festtage, wo auch immer ihr euch gerade auf dem Planeten so befinden mögt. Gemessen an den ganzen "Likes" die meine gestrige Video-Botschaft bekommen hat, glaube ich, dass euch meine Nachricht gefallen hat. Vielen Dank dafür :)

Das Skypen hat übrigens fantastisch funktioniert und war definitiv das beste Skype-Gespräch was ich bis jetzt geführt habe. Es hat sich absolut gelohnt wach zu bleiben und per Video-Chat dabei zu sein, wenn du zu Hause die Geschenke ausgepackt wurden.. selbst wenn man sich gerade am anderen Ende des Erdballs befindet. Total abgefahren. Mein Vater hat mich praktischerweise auf dem großen Fernseher erscheinen lassen, so dass mich alle gut im Blick hatten und ich glaube ich bin sogar auf dem einen oder anderen Weihnachts-Foto zu Hause mit drauf ;) Ja wie cool ist das denn bitte? Als wäre ich nie weg gewesen ;) Also danke ihr Lieben, dass ich auf diesem Weg dabei sein konnte und ich freue mich schon riesig, wenn ich in ein paar wenigen Tagen wieder "richtig" zu Hause bin :)

Wie unschwer zu überlesen wurde alles was bis zu diesem Punkt steht am gestrigen Abend geschrieben. Heute (Christmas Day, bzw. 1. Weihnachtstag) war ich den ganzen Tag in Manly Beach am Strand und habe das gemacht, was man in Australien eben so macht: Weihnachten am Strand verbringen. Total verrückt irgendwie, aber so im Nachhinein war es doch wirklich ein cooler Tag. Heut Abend wollte ich das fantastische Wetter und den wolkenlosen Himmel dann noch mal richtig ausnutzen und hab mich noch auf eine Fototour begeben um noch ein paar coole Schnappschüsse zu machen.

Da Bilder bekanntlich sehr viel mehr sagen als Worte kommt jetzt hier - mein Weihnachten 2010 in Sydney - in Bildern:



Merry Christmas (today especially to all you british, australian & american people ;)..)! Lasst es euch gut gehen!

Tim
 
Hallo :)
Heute werde ich mich ganz kurz fassen und hab euch extra dafür eine kurze Video-Nachricht aufgenommen, damit ich euch das ganz persönlich sagen kann.



Ich wünsch euch allen fröhliche Weihnachten, wo auch immer ihr euch gerade auf der Welt aufhaltet. Habt ein paar schöne Tage und genießt die freie Zeit!



Merry Christmas,
euer Tim
 
Hallo miteinander,
na? So langsam im Weihnachtsstress? Nicht? Naja das kommt sicher langsam. Wenn du dir die Zeit nimmst und diesen Eintrag liest, scheinst du noch nicht wirklich im Stress zu sein. Wer hat denn am Tag vor Heiligabend schon Zeit für sowas? Ich zum Beispiel. Ich bin nämlich null im Weihnachtsstress. Weihnachten findet in der traditionellen Form bei mir dieses Jahr einfach nicht Stadt. Geschenke habe ich rechtzeitig auf den Weg gebracht und nun gilt eigentlich nur noch eins: Urlaub. Entspannen und die letzten Tage hier in Australien noch richtig ausnutzen.

Nachdem ich hier gestern spät Nachmittag angekommen bin habe ich die Zeit gleich noch ein wenig genutzt und habe mich noch mal auf den Weg gemacht von Darling Harbour ein paar Fotos am Abend / bei Nacht zu machen. Das hatte ich mir letztes Mal vor 2 Wochen schon vorgenommen, bin dann aber irgendwie davon abgekommen. Zurück im Hostel fragten mich dann die beiden Kiwis (Neuseeländer) auf meinem Zimmer, ob ich noch Lust habe mitzukommen was trinken zu gehen. Da ich nichts weiter vor hatte, bin ich mal mitgegangen. Das Ganze hat dann aber nicht so richtig geklappt und ist sehr merkwürdig geworden. Erstmal wollten die beiden noch nach draußen und rauchen. Alles klar. Wir also raus. Ich bleib vor der Tür stehen, da wo der geneigte Raucher normalerweise zum Rauchen stehen bleibt. Nun gut, die beiden gingen aber ein Stück weiter die Straße hoch und bogen in die nächste dunkle Gasse, die den Berg runter führte. Was sollte das denn geben? Nachdem sie sich ausführlich ein CCTV-Kameras umgeguckt hatten, war mir ziemlich klar, was das werden würde. Die beiden wollten nicht einfach nur rauchen, sie wollten ETWAS rauchen. Nett, wie sie waren boten sie mir dann auch was an, was ich aber dankend ablehnte. Na herrlich dachte ich mir. Was ich da wieder für interessante Leute aufs Zimmer bekommen habe. Anschließend machten wir uns auf den Rückweg zum Hostel, wo ich dachte, dass wir uns dann auf den Weg in die Bar machte. Die beiden irrten aber etwas orientierungslos erstmal unten in der Lounge Area umher. Naja auch egal, ich hab mir erstmal noch ein paar Prospekte über Touren angeguckt und als die beiden dann angekündigten noch mal nach draußen zu gehen, hatte ich dann auch keine Lust mehr und bin nach oben aufs Zimmer gegangen. Sehr seltsam alles. Also nett sind die beiden, aber ein bisschen strange.



Heut morgen um 6 Uhr ging dan angenehmerweise deer Wecker von enema von den bedizen los und eine quäkende Computerstimme trällerte aus enema deer Handys "it is six o' clock. time to get up! it is six o' flock. time to get up! it is six o' flock. it is time to get up!" Super, dachte ich mir. Genau das will man hören morgens um 6 Uhr, wenn die innere Uhr noch auf Brisbane-Zeit steht, wo es um die Uhrzeit noch 5 Uhr morgens war. Die beiden waren nach kurzer Zeit dann weg zur Arbeit (wo auch immer das sein mag) und ich konnte noch in Ruhe ein bisschen weiter schlafen.

Ausgeschlafen begann ich dann den Tag um von meiner gestrigen sehr positiven Entdeckung zu zehren: ja man mag es kaum glauben, mein Lieblingsstarbucks in Darling Harbour, von dem ich vor 2 Wochen noch ein Baustellen-Foto gezeigt habe, ist fertig und eröffnet. Es riecht zwar noch etwas nach Baustelle in dem Laden, aber die typische Starbucks-Weihnachtsmusik trällerte schon vor sich hin und ich hatte ein sehr angenehmes Frühstück im oberen Stockwerk in einem bequemen Sessel mit Blick über Darling Harbour. In dem Moment ist doch tatsächlich mal so etwas wie Weihnachtsstimmung bei mir aufgekommen. Das einzige was nicht so recht zur weihnachtlichen Stimmung passte waren wohl die 29° C draußen. Aber hey, das sind ja nur die unwichtigen Details.

Wie ich schon berichtet habe bin ich im Moment im Nancy Duarte Fieber und lese mit großer Begeisterung "slide:ology". Das wichtigste was ich bis jetzt gelernt habe? Ich weiß, dass ich mir schon immer große Mühe mit Präsentationen gegeben habe und viel Zeit auf deren Vorbereitung verwendet habe. Nachdem ich das Buch durch habe, werde ich wahrscheinlich für jede Präsentation locker 40 Stunden mehr Zeit brauchen, denn ich werde in Zukunft auf noch viel mehr Details achten und ich werde sie noch professioneller machen wollen. Ich habe schon so viele Ideen und Tipps gefunden, die ich in Zukunft anwenden will, wirklich verrückt. Ich hätte nicht gedacht, dass man Präsentationen noch so viel mehr perfektionieren kann. Eines meiner neuen Lieblingsthemen ist Typographie. Bekanntlich eine Leidenschaft von Steve Jobs und so langsam auch von mir. Gepaart mit einigen Design-Ideen und durchdachter Farbwahl kann man damit wahre Wunder bewirken was Präsentationsdesign angeht.

Angesteckt von all diesen neuen Informationen und dem unausweichlichen, immer näher rückenden Ende des Buches hab ich mich heute schon mal vorsorglich auf den Weg gemacht zu Dymocks, der größten Buchhandlung hier in der Stadt auf der Suche nach dem Nachfolge-Buch "Resonate", ebenfalls von Nancy Duarte. Meine erste Feststellung: es war unfassbar, wie voll diese Stadt heute ist. Mir scheint als wollte wirklich absolut jeder heute noch schnell ein paar Weihnachtsgeschenke besorgen. Die Straßen und Fußgängerwege waren brechend voll. Ebenso der Dymocks-Buchladen. Brechend voll. Überall Leute. Eine 30 Meter lange Schlange vor der Kasse. Da hätte ich sicherlich mindestens eine halbe Stunde warten müssen. Soweit sollte es aber nicht kommen. Die zweite Feststellung war nämlich nach einem tiefen Blick in den Computer mit Hilfe einer der Verkäuferin: ausverkauft und es kommt erst wieder am 5. Januar. Super, da bin ich schon längst zu Hause (oder in London Heathrow im Schneechaos unter eine Alu-Decke). Da war ich doch echt enttäuscht. Und ein Blick ins Regal dieses Themengebiets offenbarte auch nichts Gutes. Das einzig gute vorrätige Buch war "Präsentation Zen" von Garr Reynolds, aber das habe ich schon zu Hause und auch schon gelesen. Alles andere war leider vergriffen. Die Topographie Abteilung hat mich dann mit gewaltig hohen Preisen für die Bücher auch noch abgeschreckt. Somit bin ich dann erfolglos wieder weitergezogen, auf der Suche nach einem preiswerten und leichten Stativ für meine Kamera. Aber auch da konnte ich leider keine Erfolge erzielen. Entweder waren die alle zu groß und zu schwer oder schlichtweg viel zu teuer.

Eben gerade sind noch weitere Leute hier im Zimmer eingezogen. 2 Mädchen und ein Junge aus England. Die scheinen auch wirklich nett zu sein und mein erster Eindruck ist, dass die anders als die anderen 2 keine dunkle-Gassen-Leute sind und die sind ebenfalls bis zum 2. Januar hier, also für den Rest der Zeit meine "Roomies".

Auch von heute noch mal ein paar Eindrücke. Wie man sieht, heute durchaus ein wenig bewölkt. Aber sehr warm.



So, wenn du meinen Eintrag bis hierhin jetzt aufmerksam durchgelesen hast, danke ich dir für deine Zeit und bin mir sicher, dass du dich schleunigst wieder anderen Dingen widmen solltest. Morgen ist Weihnachten und es gibt sicher noch viel zu tun in deinem Leben. Also ab ans Geschenke einwickeln, Tannenbaum schmücken, Essen vorbereiten oder was auch immer der Tag für dich noch so bringen mag.

Einen frohen vorweihnachtlichen Tag euch allen und ich hoffe ich kann mit meinen Berichten ein ganz klein wenig von dem sommerlichen, entspannten Flair zu euch nach Hause transportieren, was diese Stadt hier in diesen Tagen so ausmacht.

Cheers,
Tim
 
Hallo zusammen,
die Tage in Brisbane sind schon rum. Ich sitze gerade am Flughafen und warte auf meinen Flug nach Sydney. Der Himmel ist leider schon wieder zugezogen und heute morgen hat es schon ein paar mal geregnet. Da im Hostel schon um 10 Uhr Checkout war und ich bei dem trüben Wetter keine großen Pläne mehr hatte, habe ich mich schon sehr rechtzeitig auf den Weg zum Flughafen gemacht und sitze jetzt hier mit Blick aufs Vorfeld und lese ein wenig und habe sogar noch Zeit ein paar Zeilen für meinen Blog zu schreiben, wie praktisch.

Der gestrige Abend war noch mal richtig nett. Sebastian, den ich an der Bond kennengelernt habe, ist abends mit seiner Freundin auch in die Stadt gekommen und die sind praktischerweise im selben Hostel eingezogen, so dass wir abends noch zusammen los sind und Essen gegangen sind. Auch Irina, die wir ebenfalls von der Bond kennen, hat sich noch angeschlossen und so waren wir dann zu viert sehr lecker essen bei wagamama. Eine sehr gute Restaurantkette mit japanischem Essen, die ich aus London kannte. Wie schon damals in London war auch hier in Brisbane das Essen wieder richtig lecker. Ich habe ein sehr leckeres Chicen Katsu Curry gegessen. Anschließend haben wir uns auf den Rückweg zum Hostess gemacht und sind noch unten in der Zi Bar unter dem Hostel was trinken gegangen. Später hat sich auch noch Annelie aus meinem Zimmer dazugesellt und so hatten wir noch einen sehr netten Abend und ich einen guten Abschluss meiner Zeit hier in Brisbane.

Hier jetzt auch noch mal eine Handvoll Fotos aus Brisbane, die aber nicht sooo eindrucksvoll sind. Aber immerhin etwas.



Da ich heut recht sommerlich gekleidet reise habe ich meine ganzen restlichen Sachen, wie Jacken und Pullover auch alle in mein Koffer getan, was den jetzt doch leicht über die Gewichtsgrenze bringt. Der Check-In bei Qantas war aber zum Glück gar kein Problem und auch das leichte Übergewicht von meinem Koffer hat die Dame am Check-In gar kein weiteren Blick gewidmet. Glück gehabt.

Inzwischen habe ich 2 meiner 3 mitgenommenen Bücher durch und hab das dritte angefangen. Jetzt lese ich "slide:ology" von Nancy Duarte (von Duarte Designs, die unter anderem die sehr bekannte Präsentation für Al Gore in seinem Film an Inconvenient Truth erstellt haben). Ich habe das Buch jetzt zu ca. einem Drittel durch und bin wirklich begeistert. Das ist ein wirklich hervorragendes Buch über Präsentationsdesign und spielt damit natürlich genau in eines meiner Lieblingsgebiete. Ganz lieben Dank an dieser Stelle an Flo + Franzi -> da habt ihr mir wirklich eine tolle Lektüre mit auf den Weg gegeben. Wenn ich das in den nächsten Tagen noch durch bekomme (wovon ich ausgehe) bin ich fast schon geneigt mir noch die Fortsetzung davon in Sydney zu besorgen.

Was ich heute Abend in Sydney noch so mache, weiß ich noch nicht so genau. Bis jetzt weiß ich von einer Freundin von der Uni, dass sie heute schon in der Stadt ist. Die meisten werden dann in den nächsten Tagen eintrudeln und der Rest in den Tagen vor Silvester. Über Weihnachten und vor allem Silvester wird die Stadt dann voll sein mit Bekannten und Freunden, die ich an der Bond kennengelernt habe. Ich denke da sollte nicht allzu viel Langeweile aufkommen und da erwarten mich sicherlich noch ein paar tolle Tage + Abende in dieser fantastische Stadt. All das ist natürlich kein Ersatz für das Weihnachten zu Hause mit der Familie, was mir doch irgendwie sehr fehlen wird, aber macht das Ganze auf jeden Fall deutlich angenehmer. Wer ist schon gern allein an solchen Tagen. Jetzt musst nur noch das Wetter in Sydney mitspielen, aber es sieht nicht allzu schlecht aus und ich habe ja noch ganze 11 Tage, so dass die Stadt sich hoffentlich an einigen Tagen noch mal von ihrer allerbesten Seite zeigen kann. Ich möchte ja gerne den fest eingeplanten Bondi to Coogee Walk doch bitte bei herrlichem Sonnenschein unternehmen :)

Inzwischen bin ich heil in Sydney angekommen und hier zum Glück deutlich besseres Wetter. Jetzt sitze ich hier gerade in der langsam untergehenden Sonne in Darling Harbour am Wasser und benutze mal wieder das mysteriöse offene w-lan, das ich beim letzten Mal hier entdeckt habe. Obwohl die Sonne schon am Untergehen ist, hat sie noch ganz schön Kraft.

Ah bevor ich es vergesse: etwas ganz wichtiges muss ich noch erwähnen: Gestern war Sommeranfang. Super oder?

sonnige liebe Grüße von hier aus der Ferne & ich hoffe ihr habt alle einen tollen Tag und lasst euch nicht zu sehr unter Druck setzen von dem Vorweihnachtsstress oder gar einschneien :)
Tim
 
Hallo zusammen,
meine Zeit in Brisbane ist nun schon fast rum, Wahnsinn wie schnell das geht. Kaum hat der Urlaub angefangen, da naht auch schon wieder fast das Ende. Aber nun mal nicht ganz so schnell. Morgen geht es erstmal weiter nach Sydney und dort warten dann ja noch ganze 11 Tage Freizeit auf mich. Die wollen wir mal nicht so schnell überspringen.

Nun aber erstmal ein paar Worte zu Brisbane. Der erste Tag fing zum Glück mit recht gutem Wetter an, was mir die Möglichkeit gab mich einmal ausführlich umzusehen in der Stadt und herauszufinden, was es hier so zu sehen gibt. Nacht einem längere Spaziergang hatte ich dann auch recht schnell South Bank gefunden, meiner Meinung nach der beste Ort hier in Brisbane. In South Bank gibt es eine kleine Lagune, mit kleinem Strand, ein paar Pools und einigen Wiesen und jeder Menge Cafés, Bars und Restaurants. Eine kleine Oase mitten in der Stadt, nur ein paar Gehminuten von der Haupteinkaufsstraße entfernt. Wirklich ganz nett und für die Stadt ein echter kleiner Ersatz, für den fehlenden Strand, da die Stadt ja ein wenig landeinwärts an einem Fluss liegt.



Der Nachmittag brachte dann allerdings leider nur eines: Regen. Es regnete und regnete und hörte einfach nicht mehr auf. So dann auch der folgende Tag: nur noch Regen. Den ganzen Tag lang. Das wollte ich nicht auf mir sitzen lassen und bin trotzdem mit Schirm bewaffnet mal nach draußen gegangen und habe mich noch ein wenig mehr umgeguckt in der Stadt. Dann hatte ich auch recht schnell die botanischen Gärten gefunden, die bei gutem Wetter bestimmt wirkich nett sind. Bei Regen haben die allerdings ungefähr den selben Charme wie Schlittschuhlaufen auf einem nicht zugefrorenen See im Sommer. Auch der Feuchtigkeitsgrad der Kleidung dürfte nach der Aktion ziemlich der selbe sein. Also ab zurück ins Hostel und erstmal wieder trocken legen. Dort habe ich dann das Beste aus dem Tag gemacht, was man konnte: ich habe gelesen. So viel wie lange nicht mehr. Wann hat man denn schon mal Zeit ein Buch zu lesen? Viel zu selten.

Eine nette Anekdote: morgens habe ich den netten Herren hier an der Rezeption mal gefragt, was man denn hier so machen bei Regen in der Stadt? Seine Antwort war sehr eindeutig: Nichts. Er riet mir ins Kino zu gehen und einen Film zu gucken oder einfach zu warten, bis die Bar auf macht und zu trinken. Super oder?

Der nächste Tag war dann endlich so wie ich mir meine freien Tage hier vorgestellt hatte: 29° C, blauer Himmel, Sonnenschein. Kein Regen weit und breit. Ein wundervoller Tag. Am Tag vorher hatte ich Annelie, ein Mädchen hier aus meinem Hostel, auch aus Deutschland, ein bisschen besser kennengelernt und da sie auch alleine unterwegs war, beschlossen wir dann den Tag zusammen durch die Stadt zu ziehen. Nach einem leckeren Crèpes-Frühstück in einem der Food Courts haben wir uns dann auf den Weg nach South Bank gemacht. Da ich gar nicht solch gutem Wetter gerechnet hatte, war ich noch etwas zu warm gekleidet, so dass ich noch mal umdrehen musste und mir ein bisschen sommerlichere Sachen anziehen musste. Sommerlich gekleidet haben wir uns dann in South Bank ein wenig in die Sonne (und später in den dringend benötigten Schatten) gelegt und beide wieder ein paar Seiten in unseren Büchern geschafft. Ein wirklich entspannter Tag und ich war sehr froh, dass ich nicht wieder den ganzen Tag alleine durch die Stadt geistern musste.

Am Abend habe ich mich noch mal alleine nach draußen aufgemacht um ein paar Fotos von Brisbane bei Nacht zu machen. Mir sind auch ein paar gute gelungen, besonders viel zu sehen gibt es aber in der Stadt nicht, deshalb habe ich mich damit auch nicht allzu lange aufgehalten. Zum Abschluss des Abends sind wir noch mal auf ein Drink runter in die Hostelbar, die uns jeden Abend so nett mit ziemlich lauter Musik beschallt bis spät in die Nacht (ja, da sind wir wohl in einem Partyhostel gelandet).

Auch heute ist wieder ein hervorragend sonniger Tag und den haben wir wieder mit einem Frühstück im Foodcourt begonnen. Heute habe ich mir mal frische Waffeln, mit Erdbeeren, Eis & Sahne gegönnt + einen Cappuccino. (-> Meine Mama hat gesagt ich soll mehr Obst essen. Mission erfüllt). :) Gerade eben wollte ich dann mal die Fotos von meiner Kamera runterladen und euch ein paar hier in den Blog stellen. Und dann ist es passiert. Meine etwas empfindliche externe Festplatte hat sich ausgerechnet während des Übertragens der Fotos mal wieder selbst ausgeworfen und das hatte leider ziemlich blöde Folgen. Meine iPhoto-Bibliothek ist kaputt und kann von iPhoto nicht mehr geöffnet werden. Und die Fotos die ich in Brisbane gemacht habe (es waren zum Glück eh nur 30) sind sowohl von der Kamera als auch von der Festplatte verschwunden, ergo weg. Meine allergrößte Sorge war dann jetzt aber erstmal, dass auch alle meine anderen Fotos kaputt sind. Aber zum Glück ist die Bibliothek nur so kaputt gegangen, dass sie nicht mehr in iPhoto geöffnet werden kann. Im Finder kann man die Bibliothek noch manuell öffnen und ich komme da noch an meine "rohen" original Fotos dran. Die muss ich dann da demnächst mal herausexportieren und in eine neue Bibliothek stecken. Die ganze Sortierung & Co ist aber trotzdem weg. Wirklich ärgerlich. Das mache ich aber wohl am Besten erst zu Hause mit einer wirklich sicheren Festplatte.



Aus diesem Grund kann ich euch leider heute keine meiner eigenen Fotos anbieten. Damit ihr nicht völlig leer ausgeht, hab ich aber mal schnell 2 Bilder bei Google herausgesucht, die in etwa das zeigen, was ich auch fotografiert habe. Nun warte ich gerade, dass Sebastian hier ankommt in Brisbane. Wir werden wohl heut zusammen noch irgendwas machen und heut Abend wohl auch noch mal irgendwo was trinken gehen, bevor es für mich morgen Mittag dann weiter geht nach Sydney auf meine fast letzte Etappe dieser sehr langen Reise.

liebe Grüße aus dem (endlich!) sonnigen Brisbane,
Tim
 

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